Nicole A. Wietlisbach

Solo Position. Eine Initiative von kulturelles.bl

25.1. —
4.3.2018

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Nicole A. Wietlisbach, Ausstellungsansicht Kunsthaus Baselland 2018, Foto: Gina Folly
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Nicole A. Wietlisbach, Ausstellungsansicht Kunsthaus Baselland 2018, Foto: Gina Folly
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Nicole A. Wietlisbach, Ausstellungsansicht Kunsthaus Baselland 2018, Foto: Gina Folly
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Nicole A. Wietlisbach, Ausstellungsansicht Kunsthaus Baselland 2018, Foto: Gina Folly

Das Wettbewerbsformat Solo Position richtet sich an KünstlerInnen aus der Region und ermöglicht ihnen eine erste grössere Einzelausstellung im Kunsthaus Baselland. Auf Initiative von kulturelles.bl wurde der Wettbewerb im Frühjahr 2017 zum fünften Mal öffentlich ausgeschrieben und der in Basel lebenden Künstlerin Nicole A. Wietlisbach zugesprochen. Mitglieder der Jury waren die Fachkommission Kunst des Kantons Basel-Landschaft und die Direktion des Kunsthaus Baselland. Bisherige GewinnerInnen: Schirin Kretschmann (2011), Vincent Kriste (2012), Martin Chramosta (2014), Esther Ernst (2016).

Drei Räume, eine Idee, mit denen die Werke untereinander verbunden sind: Lineare Strukturen, die wir aus der Natur kennen, sich aber zugleich abstrakt lesen lassen, und zu Zeichnung wie Malerei Anlass geben. Verfremdung bekannter und alltäglicher Bilder aus der Natur, die unsere (Seh-) Gewohnheiten ansprechen. Eine Notenschrift, die Zeichnung, Linie und Landschaft werden kann. Die drei Räume funktionieren selbst wie eine Komposition, die linear und gleichzeitig gelesen und erfahren werden kann — ohne feste Vorgabe nach einer Leserichtung, nach einem Anfang und Ende, nach einem ersten oder letzten Raum. Fünf Kreidetafeln, die einst mit Klangthemen beschriftet wurden, geben dem Raum eine zweite Haut — dunkel, zeichnerisch, vibrierend und klingend zugleich. Notationen, Zeichnungen, physisch durch den Raum geführte Linien mit Punkten, die eine Landschaftssilhouette beschreiben könnten, leiten in weitere Räume über — wie ein Scharnier. Vertikale und horizontale Liniengefüge, der Natur entnommen oder auf sie verweisend, Kreidestaub — in Reagenzgläsern aufgefangen — sind einerseits das, was sie sind und beschreiben andererseits erneut fiktive und mögliche Landschaftsräume.
Text von Nicole A. Wietlisbach

KuratorIn: Ines Goldbach