Toon Verhoef, Geen titel, 2015, Photogravure and spit bite aquatint. Collaborator/head printer: Zhané Warren. Edition of 17.

Toon Verhoef, Geen titel, 2015, Photogravure and spit bite aquatint. Collaborator/head printer: Zhané Warren. Edition of 17.

Toon Verhoef. Geen titel, 2015

Die Idee zur Edition entwickelte sich anlässlich der Einzelausstellung von Toon Verhoef im Herbst 2014 im Kunsthaus Baselland, die in Kooperation mit dem De Pont Museum Tilburg entstand. Diese Ausstellung zeigte seit langer Zeit erstmalig wieder neue grossformatige Werke des Künstlers. Das Motiv für die Edition basiert auf der Fotografie eines Gemäldes aus dem Jahr 2011. Die verwendete „Spit Bite“-Technik erlaubt es dem Künstler, weiche Konturen und eine malerische Note in die Fotogravur mit einzubringen. Die nummerierte und signierte Auflage wurde auf hochwertigem Papier mit kräftigen Farben gedruckt. Geen titel ist immer wieder von Neuem ein Erlebnis für den Betrachter.

Prozess: Bei diesem Werk wurde die Fotografie einer Malerei mithilfe eines handgemachten Druckverfahrens – bekannt als Fotogravur – reproduziert. Dieser Prozess beinhaltet zahlreiche Schritte. Zuerst wird aus dem Foto-Negativ ein Halbton-Positiv hergestellt, wodurch feine Tonabstufungen im Druck möglich werden. Anschliessend wird das Positiv auf ein mit Gelatine beschichtetes Pigmentpapier belichtet. Mittels diversen Säure- und Wasserbädern wird die belichtete Gelatine des Pigmentpapiers auf eine Kupferplatte übertragen, die dann als Druckform verwendet werden kann.

Toon Verhoef (*1946) lebt und arbeitet in Amsterdam und Edam. Er lehrte u.a. von 2008 bis 2014 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe und De Ateliers u.a. mit Marlene Dumas. Bekannt wurde Verhoef durch fulminante Auftritte wie 1977 im MoMA PS1, New York, 1983 auf der documenta7 in Kassel, 1983 und 2001 im Stedelijk Museum, Amsterdam, 1986/87 im Stedelijk Van Abbemuseum, Eindhoven und 1991 in den Hallen für Neue Kunst Schaffhausen.

Der Beitrag der Edition geht vollumfänglich an das Ausstellungsbudget des Kunsthaus Baselland. Ein Original ist ab sofort im Kunsthaus Baselland einsehbar.