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Min(e)dfields

Eine Kooperation mit der Stadtgalerie Bern und The Gallery Premises Johannesburg. Ein Projekt von Sabine Schaschl-Cooper, Stephen Hobbs, Katrien Reist van Gelder und Beate Engel.

Der intensive kulturelle Austausch der letzten Jahren zwischen Südafrika und der Schweiz bildet den konzeptuellen Ausgangspunkt für das Projekt „Min(e)dfields“, welches KurtorInnen, KunstkritikerInnen und KünstlerInnen beider Länder zusammenführt. „Min(e)dfields“ wird als Kooperation durchgeführt zwischen dem Kunsthaus Baselland, Muttenz, der Stadtgalerie Bern und The Gallery Premises, Johannesburg. Alle drei Institutionen zeigen unter dem gleichnamigen Titel eine Auswahl von KünstlerInnen, welche spezifisch auf den jeweiligen Ort, dessen grundsätzliche Ausrichtung und Funktionsweise sowie Ausstrahlung auf die unmittelbare Region abgestimmt ist. Positionen, die sowohl in Muttenz als auch in Bern gezeigt werden, bilden eine inhaltliche Klammer. Die Ausstellungen verstehen sich als Momentaufnahmen innerhalb eines Work-in-progress und als Auftakt für eine langfristige Diskussion, deren Ergebnisse in der 2005 erscheinenden Publikation aufgezeichnet werden. Die mehrfache Lesemöglichkeit des Titels eröffnet ein breites Diskussions- und Assoziationsfeld, welches die geologischen Minen (Minefields) Südafrikas und die damit zusammenhängende wirtschaftliche Ausbeutung von Land und Leuten durch wenige Firmen und ihre Verbündeten in den westlichen Ländern beinhaltet, ebenso wie die geistigen Minenfelder (Mindfields) als Folge der politischen Monstrosität des Apartheid-Regimes. Obwohl durch den Wechsel der Regierung offiziell beendet, bestimmt jenes Regime noch heute den gesellschaftlichen Alltag; immer wieder entzünden sich Auseinandersetzungen und „verminte Felder“ (mined fields) scheinen zu explodieren. Dennoch haben zehn Jahre Demokratie die Türen für einen öffentlichen internationalen Diskurs über den Wandel geöffnet. „Min(e)dfields“ untersucht die Komplexität des Navigierens durch die neuen sozialpolitischen Territorien, welche auf verschiedenster Ebene Engagement, Übersetzung und Interpretation erfordern. Unter der starken Welle von zukunftsorientiertem Optimismus sind deutlich labile, empfindliche Strömungen spürbar, auf welche „Min(e)dfields“ reagiert, indem das Projekt die Rolle der Kunst bei der Neudefinition einer demokratischen Gesellschaft untersucht. Die Ausstellung im Kunsthaus Baselland fokussiert auf Überlegungen zur Rezeption südafrikanischer Gegenwartskunst und hinterfragt eingefahrene westliche Betrachtungsmuster.

Werke von Monika Pillier, Peter Friedl, Samuel Herzog, Alison Kearney, William Kentridge, Moshekwa Langa, Thando Mama, Brett Murray, Robin Rhode, Markus Schwander, Penny Siopis, Nontsikelelo ‚Lolo‘ Veleko

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Min(e)dfields, Ausstellungsansichten, 2004